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» home / reviews 31.07.2010 - 02:08 Uhr  

 REVIEWS DURCHSTÖBERN
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 CD-Review: Mistur - Skoddefjellet
Label:
Eigenproduktion

VÖ-Jahr:
2005

Spielart:
Black Metal

Besetzung:
Odne – Gesang
André Raunehaug – Klargesang, Gitarre
Espen Bakketeig – Bass, Elektronik

Internet:
zur Band-Webseite...
Tracklist:
01. Sumar
02. Heimferdi
03. Skoddefjellet
04. Natt ved Kyndilstjern



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MISTUR ist die isländische Bezeichnung des englischen Wortes Mist, welches in der deutschen Sprache widerum Nebel bedeutet. Hinter diesem norwegischen Black Metal Projekt stecken Gitarrist André Raunehaug, Bassist Espen Bakketeig und Sänger Odne. Im Jahr 2005 veröffentlichten MISTUR ihre erste selbstfinanzierte Demo „Skoddefjellet“. Die drei Norweger spielen hierbei atmosphärischen, melodischen Black Metal, allerdings mit unverschweigbaren Folk/Pagan-Einflüssen, die den Gesamtsound der Band wunderbar abrunden.

Die Demo startet mit dem instrumental gehaltenen Intro „Sumar“, das sich recht melancholisch und traurig anhört. Von dieser Stimmung ist beim ersten „wirklichen“ Stück „Heimferdi“ allerdings nichts mehr zu spüren. Bedingungslos düster spielen sich Raunehaug und Co. durch den Song und erschaffen eine melodiöse, wenn auch böse Umgebung, mit einem klasse Chorus, der durch die Keyboards wunderbar unterstrichen wird. Sehr episch beginnt nun der Titelsong, der musikalisch optimal den Beginn einer großen Schlacht im Mittelalter untermalen würde. Mit fiesem Gekrächze von der Front und wiederum schön dunklen Melodiebögen wird der Hörer spielerisch durch den fast Siebenminüter geführt. Am Ende der dritten Minute überraschen MISTUR nach einem dramatischen Interludium mit heftig drückenden Blastbeats, womit nun überhaupt nicht zu rechnen war. Der Song steckt voller Abwechselung, warten die Beiden Gitarristen mit klarem Gesang auf und Sänger Odne steigert sich stimmlich mehr und mehr. Was ein stimmungsvoller Song! Den Abschluss dieser Demo macht die Nummer „Natt ved Kyndilstjern“, die elektronisch und verspielt startet. Klavier-artige Keyboards steuern dem Abschluss eine sehr traurige Stimmung bei, die später von doomigen Riffs unterstützt werden. Ein sehr schönes Instrumental zum Schluss hat noch nie geschadet und so lassen MISTUR eine sehr interessante Demo zurück, die Vorfreude auf das erste Album aufkommen lässt.

Musikalisch haben die Jungs wirklich was drauf und den drei Norwegern bleibt zu wünschen, dass sie sich schon bald einer breiteren Masse präsentieren dürfen. Wer Interesse an dieser rundum gelungenen Demo hat, kann sie beim norwegischen Label Black Forest Records ordern. Wer Windir mag, könnte an MISTUR großen Gefallen finden.
 
Bewertung: -/10
Redakteur: Andi Althoff


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